Samstag, 14. Januar 2012

Semesterferien (von Christoph Strasser) #rezensiert



Buchtitel: Semesterferien
Autor/in: Christoph Strasser
Verlag: Unsichtbar
Seitenanzahl: 192 (Taschenbuch)
Preis: 9,99 Euro
ISBN: 9783942920049

Erscheinungstermin: 01.11.2011



Inhalt: 

"Zugegeben: Studieren ist anstrengend und gar nicht sexy. Wie gut, dass es Semesterferien und den Sommer gibt!

Denn dann ist die Zeit, Referate, Seminare und langweilige Hausarbeiten zu vergessen und sich den wirklich wichtigen Dingen im Leben zu widmen. Auch die Freunde Platon und Jim stürzen sich kopfüber in die vorlesungsfreie Zeit und genießen in vollen Zügen, was diese ihnen zu bieten hat: Einen besten Freund, der Selbstmordgedanken hegt, einen Nebenjob, der einen die Würde kostet und natürlich das quälende Gefühl, wirklich alles im Leben falsch gemacht zu haben.

Aber dafür sind Ferien schließlich gemacht, oder?"




Zum Buch:

Semesterferien handelt von drei Freunden und deren Leben neben dem Studium. Dabei spielen Geldsorgen, Schwarzarbeit, Beziehungen und natürlich Feiern wesentliche Rollen und jeder der Freunde hat seine ganz eigenen Probleme.

Platon kann nur mit Mühe sein Studium finanzieren. Als er jedoch gekündigt wird, nimmt er verzweifelt den nächstbesten Job an: Call-Center Agent. Schnell merkt er jedoch, dass er mit dieser Wahl nicht glücklich wird.

Jim hält sich mit illegalen Aktivitäten über Bord, indem er mit Personendaten handelt. Er hasst es jemandem unterstellt zu sein und geht daher keinem richtigen Beruf nach.

Lakai hat sein Studium dagegen bereits geschmissen und hält sich mit einem Kellner-Job über Bord. Er verfällt in tiefe Depressionen und kämpft mit Selbstmordgedanken.

Rezension:

Bereits der Klappentext hat mich sehr angesprochen, da ich gerne zwischendurch Bücher über das reale Leben lese. Semesterferien behandelt Themen, mit denen wahrscheinlich viele Studenten sich beschäftigen. Interessant fand ich, dass wirklich jeder Charakter seine ganz eigene Geschichte hat.

Am meisten hat mich der Lebens- bzw. Leidensweg von Lakai fasziniert. Diese Person wollte nichts mehr als studieren, hat jedoch keine Möglichkeit gefunden dies einigermaßen zu verwirklichen. Seine Verzweiflung ist beinahe ansteckend, obwohl seine Gefühle eher sachlich als emotional beschrieben werden. Dies wurde von Christoph Strasser wirklich gut umgesetzt.

Mir hat Semesterferien sehr gut gefallen, auch wenn es wohl kein Buch für jedermann ist. Dieses Buch zeigt, dass nicht immer Spannung notwendig ist, um sich als Leser angesprochen zu fühlen. Gerade für Studenten, Schüler oder Auszubildende wirklich sehr empfehlenswert!

Bewertung:

7 von 10 Punkte

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