Freitag, 9. Mai 2014

Heute - früher und irgendwo dazwischen (von Steffi Lange) #rezensiert




Buchtitel: Heute - früher und irgendwo dazwischen: ...oder wie ein Schlüssel mein Leben veränderte
Autor/in: Steffi Lange
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 244 (Taschenbuch)
Preis: 14,89 Euro
ISBN: 9783735787026

Erscheinungstermin: 06.03.2014



Inhalt: 

"Wahre Freundschaft ist ein kostbares Geschenk und in unserer schnelllebigen und oft sehr oberflächlichen Gesellschaft nicht einfach zu finden. Dieses Buch gibt den Leserinnen und Lesern einen tiefen Einblick in die Zeit, in der das missbrauchte Vertrauen einer Freundschaft die Autorin in den finanziellen Ruin führte. Das Buch zeigt aber auch, dass man in einer schwierigen Lebenssituation nicht die Zuversicht verlieren muss und mit einer gesunden Einstellung zum Leben und mit einem familiären Rückhalt einen Neuanfang wagen sollte. Dies ist eine aufrüttelnde Geschichte, die den Leserinnen und Lesern aufzeigt, dass es sich trotz missbrauchtem Vertrauen lohnt, ein ehrlicher Mensch zu bleiben und den Glauben an das Gute nicht zu verlieren. Wut, Verzweiflung und die Angst vor der Zukunft. Was tun, wenn diese Begriffe den Alltag prägen? Die Autorin schildert wie es ihr aus einer schwierigen Situation heraus gelungen ist, einen Neubeginn zu starten. Sie schildert sehr einfühlsam, dass das Wesentlichste nicht die materiellen Werte im Leben sind. Eine wahre Geschichte, die nur das Leben schreiben kann."



Rezension:

Dieses Buch hat mich aufgrund der schwierigen Thematik sehr angesprochen, außerdem lese ich sehr gerne Bücher von Indie-Autoren. Jeder hat schließlich mal klein angefangen und ich denke, es muss nicht immer ein großer Verlag dahinterstehen. Aber nun zum eigentlichen Thema.

Das Cover finde ich sehr passend zum Buch gewählt. Es stellt die Autorin selbst dar und da sie ihre eigene Geschichte erzählt, hätte man es nicht besser umsetzen können. Ebenso wie ihren Gesichtsausdruck, der sowohl Enttäuschung, als auch Verzweiflung ausdrückt.

Sobald man nun jedoch das Buch aufschlägt, ist man doch etwas irritiert - zumindest war dies bei mir der Fall. Die Schrift ist sehr, sehr groß und ich hatte das Gefühl ich hätte ein Geschenkbuch mit kurzen Zitaten vor mir. Ich weiß nicht, aus welchem Grund dieses Format gewählt wurde, aber ich war doch sehr überrascht.
Damit man eine ungefähre Vorstellung bekommen kann: Die Schrift dieses Buches ist etwa sechsmal so groß, wie von einer Durchschnitts-Lektüre. Dies bedeutet grob gesagt, dass eine Seite dieses Buches nur 5 Zeilen eines herkömmlichen Buches darstellen.
Dementsprechend habe ich etwa 30 - 45 Minuten benötigt, um das gesamte Buch durchzulesen. Ist demnach ein gutes Buch für zwischendurch.

Der Inhalt des Buches hat mich leider auch nicht richtig überzeugen können. Ich hatte mir mehr zum Thema Privatinolvenz vorgestellt und auch tiefere Einblicke in die Gefühlswelt der Autorin.
Stattdessen handelt das Buch seitenweise von einer ehemaligen Freundin, die aber sonst nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

Trotzdem merkt man jedoch, dass die Autorin sehr viel Herzblut in dieses Buch gesteckt hat. Ich empfinde es als sehr mutig, überhaupt mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen und zuzugeben, dass man schlichtweg pleite ist. Das alleine verdient meinen Respekt.
Ebenso denke ich, dass dieses Buch der Autorin einfach geholfen hat, vieles zu verarbeiten und es wohl eher als eine Art Tagebuch angesehen werden sollte und nicht als Ratgeber oder Biografie.
Möglicherweise ist es auch hilfreich für diejenigen, die selber vor der Privatinsolvenz stehen. Denn wenn dieses Buch eines zeigt, dann dass man sich nicht dafür schämen braucht und es viele Dinge gibt, die einen in solch eine Lage bringen können.

Bewertung:

4 von 10 Punkte

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